Ferien am Tressower See

Schloss Plüschow

Bilder: Schloss Plüschow

Info von Ferien am Tressower See

Entfernung zum Schloss Plüschow (Auto/Fahrrad): ca. 6 km
Entfernung zu Fuß: ca. 4 km
Weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe: Backsteingotische Kirche Friedrichshagen.
Das Schloss Plüschow und die Kirche Friedrichshagen sind Wegpunkte des Kulturadweges.

Bei der Konzipierung einer neuen Nutzung für Schloss Plüschow nach der Vereinigung Deutschlands im Jahr 1990 ging es darum, eine Institution für moderne Künstlerförderung zu schaffen, das Baudenkmal vor dem Verfall zu retten und es einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Mit dieser Zielstellung wurde der Förderkreis Schloss Plü­schow e.V. im Mai 1990 gegründet, der somit zum Träger des Projektes „Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow“ wurde.

Internationale Aufenthaltsstipendien und ­internationaler Künstleraustausch

Von Beginn an arbeitete Schloss Plü­schow am Aufbau vielfältiger internationaler Kontakte und war Mitglied in der internationalen Vereinigung der Künstlerhäuser „Res Artis“. Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt kommen zu Arbeitsaufenthalten ins Künstlerhaus und Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern haben im Austausch die Möglichkeit, in Künstlerhäusern in anderen Ländern zu arbeiten. Zur Zeit besteht ein Austauschprogramm mit den Künstlerhäusern VCCA in Virginia (USA), mit dem Atelierhaus Salzamt in Linz (Österreich) und dem Künstlerhaus CAMAC (Frankreich).
Das internationale Stipendienprogramm hat sich inzwischen weltweit etabliert und Schloss Plüschow hat sich als Arbeits- und Präsentationstätte für internationale Kunst einen sehr guten Namen erworben.
International bekannte Künstlerinnen und Künstler, wie Olaf und Carsten Nicolai, Dan Perjovschi, Olafur Eliason, Gunda Förster, Rémy Markowitsch, Maix Meier, Rolf Julius, Ivan Kafka, Christian Hasucha, Christina Barosso, Josef Dabernig, Brian Catling, u.a. waren als Stipendiatinnen und Stipendiaten im Schloss Plüschow zu Gast, oder haben an einem der themenbezogenen Ausstellungsprojekten teilgenommen.

Das Treppenhaus im Schloss Plüschow.

Künstleraufenthalte

Die fünf Wohnateliers können außerhalb des Stipendienprogramms von Künstlerinnen und Künstlern temporär gemietet werden. Viele Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland nutzen dieses ganzjährige ­Angebot.

Das Ausstellungsprogramm des Künstlerhauses

Das auf aktuelle gesellschaftsrelevante Themen bezogene Ausstellungsprogramm gehört zu den wichtigsten Säulen der Arbeit des Künstlerhauses und seines Fördervereins. Bei den Ausstellungsprojekten, die immer kontextbezogen konzipiert sind, entstehen gezielt raum- und ortsbezogene Arbeiten, bei Eröffnungen finden regelmäßig Performanceprogramme statt. Symposien und Workshops setzen sich mit aktuellen kulturpolitischen oder kunsthistorischen Fragen auseinander. Die Förderung dieser grenzüberschreitenden Kunstformen ist ein besonderes Anliegen des Künstlerhauses. Die themenbezogenen Ausstellungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit wechselnden Kuratorinnen und Kuratoren realisiert.

Ansicht um 1800, Aquarell von Hartwige von Stenglin

Zur Geschichte und ­Renovierung des Schlosses

Schloss Plüschow wurde 1763 von dem Hamburger Kaufmann Philipp Heinrich von Stenglin als Sommer- und Jagdschloss im Stil des ländlichen Barock erbaut. Bis zum Jahre 1945 gehörte es zum Besitz der großherzoglichen Familie von Mecklenburg. Danach machte Schloss Plüschow das gleiche Schicksal durch wie andere Schlösser und Gutshäuser in Mecklenburg – zunächst Zufluchtsstätte für wohnungssuchende Kriegsflüchtlinge, dann ideologisch motivierter Versuch eines Bedeutungswandels: Gemeindeamt, LPG-Büro, Jugendklub, ABV-Zimmer, Zivilverteidigungsraum, Dorfgaststätte. Mit dem Jahr 1990 war das Schloss fast leergezogen und man stand nicht nur in Plü­schow vor leeren Räumen, die auf neue Bestimmung warteten. Der soliden Bauweise des denkmalgeschützten Gebäudes ist es hauptsächlich zu verdanken, dass das Schloss auch schlechte Zeiten vergleichsweise unbeschadet überstanden hat. Die Sanierung des Gebäudes begann 1991 und wurde 2001 vollständig abgeschlossen. Ein großer Anteil wurde im Rahmen des Infrastrukturprogrammes Kultur des Bundes, mit Landes- und EU-Mitteln gefördert. Die wertvollen Rokokostuckdecken, eine sehr feine und filigrane Arbeit, sind inzwischen in restauriertem Zustand zu bewundern. Hierbei, wie auch bei allen anderen Restaurierungsarbeiten wurde großer Wert darauf gelegt, den gelebten Charakter des über 250 Jahre alten Hauses zu erhalten.

Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow
Am Park 6, 23936 Plüschow
Tel. 03841-61740
Fax 03941-61717
www.plueschow.de
mail@plueschow.de

Während der Dauer der Ausstellungen
geöffnet Di–So 11–17 Uhr